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Warten auf Gotôd

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Warten auf Gotod_1

Eine Komödie über den Sinn des Lebens

Martin und Oliver, zwei Tramps, wie Stan Laurel & Oliver Hardy, vermissen sich wie Frischverliebte und können doch nichts miteinander anfangen. Wie ein altes Ehepaar warten und hoffen sie, haben aber längst vergessen, auf was. Hier endet auch schon die Übereinstimmung mit dem 1949 von Samuel Beckett verfassten Klassiker „Warten auf Godot“. Denn bei dem von Michael P. Goldmann 2013 verfassten Theaterstück, das im kuenstlerhaus43 seine Uraufführung erlebte, wartet man nicht vergeblich.

Die Dialoge klingen ähnlich absurd, aber die Protagonisten sind viel menschlichere Figuren, mit denen man sich identifizieren kann. Und das passt eben hervorragend in das intime kleine Theater im kuenstlerhaus43. Hier ist das ganze Haus die Bühne, die Zuschauer sind mitten drin und Teil der witzigen Inszenierung. Alles was sich zufällig ergibt, wirkt wie geplant: das Räuspern der Zuschauer, die Geräusche auf der Straße, das Hupen, die Stimmen der Passanten.

Die Schauspieler W. Vielsack und P. Twinem loten das ganze Gefühlsspektrum von quälend begriffsstutzig bis erleichternd komisch aus. Die Dialoge sind philosophisch, absurd-witzig und einfühlsam. Sie zeigen die Sehnsüchte der Männer und eben auch der Frauen. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind durchaus beabsichtigt. Ein außergewöhnlicher Abend, wie man ihn in der Oberen Webergasse 43 gewohnt ist.

kuenstlerhaus43
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Obere Webergasse 43, 65183 Wiesbaden