Text: Hendrik Jung
Endlich kann es los gehen. Am 14. Juni startet die Premiere der Momo-Inszenierung. Mit der Eigenproduktion des kuenstlerhaus43 endet die Festspielzeit dann auch am 12. Juli. „Aufgrund der Mietsituation wussten wir lange Zeit nicht, ob wir die Sommerfestspiele machen können“, erläutert Wolfgang Vielsack, der künstlerische Leiter des Theaters und Organisator der Sommerfestspiele. Inzwischen sei er jedoch guter Dinge, dass das kuenstlerhaus43 seinen Mietvertrag im Palasthotel erst einmal verlängert bekomme. Aus der zwischenzeitlichen Unsicherheit heraus, sei sogar ein zusätzlicher Termin bei den Festspielen entstanden. Die Band Straighten-up habe von der schwierigen Situation erfahren und spiele nun am 3. Juli ein Benefizkonzert für die Veranstaltungsreihe.
„Wir haben wieder eine Produktion gefunden, die meines Erachtens den Zahn der Zeit trifft“, freut sich Wolfgang Vielsack. Schließlich gebe es heutzutage im Dasein zahlreiche Zeitdiebe, wie sie Michael Ende schon vor gut 50 Jahren behandelt hat in seinem Märchenroman Momo. Während das Buch teilweise recht düster sei, werde dies bei der Inszenierung nicht der Fall sein. Auch in diesem Jahr habe man jedoch großen Wert darauf gelegt, dass die Tiefe des Stücks auch auf eine Ebene geführt wird, die es für die Erwachsenen ebenfalls zu einem Impulsgeber machen kann. „Wir werden alle älter, aber haben wir deshalb mehr Lebenszeit?“, fragt sich Wolfgang Vielsack.