Momo in der fiktionalen Ruine | Erbenheimer Anzeiger

Momo in der fiktionalen Ruine | Erbenheimer Anzeiger

(Text: Jan)
In der Inszenierung von Wolfgang Vielsack, dem Intendanten des kuenstlerhaus43, wird die Ruine, in der Momo lebt durch einen Haufen Stühle symbolisiert. Heiter wie sein Bewohner wirkt wiederum das Haus von Friseur Fusi. Dieser bekommt von einem grauen Herren dringend geraten, Unnötiges abzuschaffen. Etwa seinen Wellensittich oder seine Angewohnheit, eine halbe Stunde am Tag Eier zu schütteln. Dies tue er, weil er eine umfangreiche Sammlung an Überraschungseiern besitzt. Einer der Momente, in denen die erwachsenen Gäste im Premierenpublikum deutlich lauter lachen als die Kinder.

Dass die Melodien im Stück so eingängig klingen, ist Gitarrist Marek Herz zu verdanken, der große Teile der Inszenierung mit Live-Musik begleitet. Da es sich um eine sehr lebhafte Produktion handelt, sind es häufig schnelle Riffs, die er dazu beiträgt. Mystisch-orientalische Harmonien sind es wiederum, als Schildkröte Kassiopeia zum ersten Mal auftaucht, dank eines genialen Kostüms, dass Schauspieler Patrick Twienem teils in Bruchteilen von Sekunden zwischen Schildkröte und Meister Hora wechseln lässt.

„Spielt und lacht und seid bereit für alles, was im Herzen bleibt“ lautet die Aufforderung nach dem erfolgreichen Abschluss der Mission. Eine Botschaft, die sich selbstverständlich an Gäste aller Altersstufen richtet.

Bis zum Ende der Sommerfestspiele stehen viele weitere Momo-Aufführungen auf dem Programm. Dazu kommen diverse Gastspiele.

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